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 ischer-raum/
SUMMARY:Montagsimpulse -Dr. Mareen Heying (LWL-Institut für westfälische 
 Regionalgeschichte)\, Die Kneipe als antifaschistischer Raum?
DESCRIPTION:Mit der zunehmenden Industrialisierung in Deutschland\, entstan
 den ab Mitte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Arbeiterkneipen. Sie waren
  alltägliche Sozialräume zwischen Fabrik und Wohnung und für die Arbeit
 erbewegung relevante politische Räume. Versammlungen wurden dort abgehalt
 en\, Arbeitskämpfe geplant. Mit dem Aufkommen des Faschismus in Deutschla
 nd seit den 1920er Jahren wurden gerade kommunistische\, sozialdemokratisc
 he und anarchistische Arbeiterkneipen zu bedeutenden antifaschistischen Or
 ten. Zeitgleich nahm die Anzahl der faschistischen Kneipen zu. Nationalsoz
 ialisten trafen sich dort und zogen im Anschluss durch die Straßen\, um A
 ndersdenkende einzuschüchtern. Die kommunistischen\, sozialdemokratischen
  und anarchistischen Arbeiterkneipen wiederum versuchten als politische Ge
 genorte weiterhin eine wichtige Anlaufstelle für Antifaschist:innen zu se
 in. Es kam in der Zwischenkriegszeit zu zahlreichen Straßenschlachten und
  Kneipenkämpfen zwischen Kommunisten und Nazis\, die zum Teil tödlich en
 deten. Wirte wurden überwacht und bedroht\, das Kneipenmobiliar von Schl
 ägertrupps zerlegt.\nNach der Machtübertragung durch die Nationalsoziali
 sten 1933 und einer politischen Gleichschaltung erfuhren linke Arbeiterkne
 ipen eine noch stärkere Repression durch die diktatorische Regierung. Nat
 ionalsozialisten wandelten alte Arbeiterkneipen in faschistische Räume um
 . Einige Wirt:innen versuchten standhaft einen antifaschistischen Raum zu 
 bieten und wehrten sich gegen Gewalt\, bis zur völligen Zerschlagung jegl
 icher Opposition. Der Vortrag zeigt die Entwicklung der deutschen Arbeiter
 kneipe zu einem wichtigen antifaschistischen Raum auf. Er fragt nach den P
 olitikformen der Wirt:innen und Gäste und nach deren Art\, in Arbeiterkne
 ipen Politik zu machen. Dabei werden Praktiken zur Raumaneignung in den Bl
 ick genommen. Im Anschluss wird in einem kurzen Ausblick auf die postfasch
 istische Zeit in Deutschland geblickt und gefragt\, welche Relevanz die Ar
 beiterkneipe fortan für antifaschistische Politik hatte.\n\nDer Eintritt 
 ist frei\, um Voranmeldung unter ns-doku@krefeld.de wird gebeten. Der För
 derverein Villa Merländer e.V. freut sich über Spenden zugunsten der Ums
 etzung der Neukonzeption der Dauerausstellung.
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