Die wachsende Zustimmung zu extrem rechten Positionen geht auch an NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorten nicht spurlos vorbei. Viele Orte melden mehr Sachbeschädigungen mit eindeutig rechter Motivation und berichten von Besuchenden, die gezielt mit geschichtsrevisionistischen oder antisemitischen Aussagen provozieren. Für die Zukunft ist zu befürchten, dass extrem rechte Akteure die Arbeit dieser Orte in Frage stellen und
geschichtspolitisch angreifen. Die Referentin gibt einen Überblick zu Befunden und Erfahrungen zum Thema Rechtsextremismus und NS-Gedenkstätten und wird dabei auch die Publikation „Positionierte Orte“ vorstellen, die Impulse für die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in der Gedenkstättenarbeit anbietet.
Sabine Reimann, Historikerin und Politikwissenschaftlerin, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre am Forschungsschwerpunkt
Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) und am Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf. Zuletzt hat sie zum rechtsterroristischen Anschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn vom Juli 2000 publiziert, aktuell beschäftigt sie sich mit dem Phänomen extrem rechte Jugendkultur.
Eine Veranstaltung des Villa Merländer e.V., hier in Kooperation mit der CityKirche Krefeld. Veranstaltungsort ist:
An der Alten Kirche 1, 47798 Krefeld
Anmeldung unter ns-doku@krefeld.de


