Wann

30/03/2023 - 29/04/2023    
Ganztägig

Wo

Volkshochschule Krefeld
Von-der-Leyen-Platz 2, Krefeld, NRW, 47798, Innenstadt

Veranstaltungstyp

Karte nicht verfügbar

Wanderausstellung „Verbrannte Orte – Bücherverbrennung 1933 in Deutschland“
An den meisten Orten fehlt eine physische Erinnerung z.B. in Form einer Gedenktafel o.Ä.. Häufig lesen lokale Erinnerungsinitiativen jährlich am 10. Mai aus den verbrannten Büchern verfolgter Autor:innen, über den einen Tag hinaus sind viele Orte allerdings nicht als Ort einer NS Bücherverbrennungen markiert. Auch mit unserem Onlineatlas findet diese Markierung nur online statt. Räume und Orte sprechen aber nicht für sich, sondern müssen pädagogisch und vermittelnd begleitet werden. Den heutigen Ort als Startpunkt für eine Auseinandersetzung zu nutzen, ermöglicht einen Einstieg in die Geschichte von der Gegenwart aus. Die Ausstellung setzt sich aus einer demokratischen Perspektive mit der Vergangenheit auseinander und geht nicht primär geschichtswissenschaftlich mit ihr um. Dies ermöglicht verschiedene Zugänge und verhindert einen rein akademische Sichtweise, wie sie die Auseinandersetzung mit den Orten der NS Bücherverbrennung bis dato prägt.

Die VHS Krefeld Neukirchen-Vluyn und die NS-Dokumentationsstelle Krefeld freuen sich, die Wanderausstellung vom 30.03.-29.04. 2023 in den Räumen der VHS Krefeld (Von-der-Leyen-Platz 2, 47798 Krefeld) präsentieren zu dürfen. Die Ausstellung ist innerhalb der Öffnungszeiten der VHS kostenfrei zu besuchen.

Bei Interesse kann eine pädagogische Begleitung durch die NS-Dokumentationsstelle gebucht werden, wenden Sie sich hierzu bitte an hanna.stucki@krefeld.de

Das Projekt

„Verbrannte Orte“ hat es sich zum Ziel gesetzt einen Beitrag zur Erinnerungskultur zu leisten.

  • Wie sehen die Orte, fast 90 Jahre nach den Bücherverbrennungen, heute aus?
  • Welchen Zweck erfüllen die Orte heute und wie betrachten wir sie in dem Wissen um das historische Geschehen?
  • Gibt es sichtbare Zeichen der Erinnerung an den Orten und sind regionale Formen einer Erinnerungsarbeit erkennbar?

Mit diesen Fragen befasst sich das Projekt.

Auf der Internetseite „verbrannte-orte.de“ entsteht im Laufe der Zeit ein Atlas. Aktuelle Fotografien rücken dort ausgewählte Perspektiven ins Blickfeld und machen die vergessenen Orte der Bücherverbrennungen sichtbar. Interaktive Panoramen ermöglichen ein individuelles Entdecken der historisch belegten Orte. Hintergrundtexte und historische Materialien laden die Betrachter*innen zu einer Spurensuche ein. Durch Karten und Stadtpläne wird die Lokalisierung der „Verbrannten Orte“ möglich gemacht.

Die Dokumentation der Orte und der Ereignisse, die Anregung zur Erinnerung an das Geschehene und die Möglichkeit aus Erkenntnissen Handeln zu schaffen, bilden die Säulen der Projektarbeit.

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