Wann

27/03/2023    
18:00 - 20:00

Wo

Villa Merländer
Friedrich-Ebert-Straße 42, Krefeld, NRW, 47799

Veranstaltungstyp

Karte nicht verfügbar

Achtung: aufgrund der angekündigten Streiks kann die referentin leider nicht per Zug anreisen – die Veranstaltung findet daher online via Zoom statt! Nach Anmeldung unter ns-doku@krefeld.de wird Ihnen ein entsprechender Link zugeschickt!

 

Antisemitismus und Geschlecht sind keine voneinander getrennten Phänomene, sie sind vielmehr reziprok aufeinander bezogen und miteinander verwoben. Dieser intersektionalen Verschränkung widmet sich Véronique Sina in ihrem Vortrag. Anhand ausgewählter zeitgenössischer Beispiele setzt sie sich mit der strukturierenden Funktion der Kategorie Gender für antisemitische Vorstellungsbilder in Kunst und Karikatur auseinander und verdeutlicht dabei nicht nur die Mehrfachdiskriminierung geschlechtlich codierter Zerrbilder des Jüdischen, sondern auch das verletzende ‚Nachleben‘ antijüdischer Bildtraditionen und Visualisierungsmechanismen, die bis heute in der Medienlandschaft zirkulieren.

Dr. Véronique Sina ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt, wo sie seit Oktober 2022 das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ leitet. Im Sommersemester 2022 hat sie die Professur für „Medienakteure und Medienöffentlichkeit unter besonderer Berücksichtigung von Gender“ am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum vertreten. Von 2017 bis 2019 war sie als Postdoc am DFG-Graduiertenkolleg „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ assoziiert. Aktuell ist sie an der Siegener Forschungsstelle „Queery/ing Popular Culture“ sowie am SELMA STERN ZENTRUM für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg assoziiert. Zudem ist sie Mitglied im DFG-Netzwerk „Gender, Medien und Affekt“ sowie im „Forschungszentrum für historische Geisteswissenschaften“ (FZHG) der Goethe-Universität Frankfurt. Zu ihren Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen Gender Media Studies, Queer Theory, Visual Studies, Medienästhetik, Holocaust Studies, Jewish Cultural Studies, Comic‐, Intermedialitäts- und Intersektionalitätsforschung.

Der Eintritt ist frei, das Haus freut sich über Spenden. Um Voranmeldung unter ns-doku@krefeld.de wird gebeten.

 

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