
2025 muss die Villa Merländer wegen Umbauarbeiten für einige Monate schließen. Ab sofort ist das Haus für den Besuchsverkehr nicht zugänglich. Über den Termin der Neueröffnung informieren wir zeitnah.

Holocaust-Überlebende Marion Koppel war kürzlich zu Besuch in der Deutschen Botschaft in London. Diese lud Holocaustüberlebende zu einer Tee-Party ein. Marion Koppel hat uns wunderschöne Bilder zur Verfügung gestellt.
Marion Koppel wuchs in Krefeld auf: Mit ihren Eltern Hugo und Hilde Koppel wohnte sie an der Wilhelmshofallee 64, später an der Richard-Wagner-Straße 57, zuletzt an der Dreikönigenstraße 28. Sie wurde 1924 geboren und ist das einzige Kind der kleinen Familie. Marion Koppel wurde 1934 auf dem Lyzeum für Mädchen (heute Ricarda-Huch-Gymnasium) eingeschult. Nachdem ihr Vater im Zuge des Novemberpogroms 1938 verhaftet und in Dachau inhaftiert wurde, begann ihre Mutter Hilde Koppel verzweifelt nach Emigrationsoptionen zu suchen. Hugo Koppel betrieb eine Firma, die Öle und Fette importierte. Weil seine Firma „arisiert“ werden sollte, wurde ihr Mann vier Wochen später wieder entlassen. In dieser Zeit hatte sie mithilfe eines belgischen Geschäftspartners einen Weg aus Deutschland gefunden – eine Position bei einer Margarine-Firma in Slough. Zwei Monate vor Kriegsausbruch konnten Vater, Mutter und Tochter emigrieren. Selbst Foxterrier Pit durfte nach einigen administrativen Hürden mitkommen. Marions Oma wurde in Treblinka ermordet.
Bis heute besteht ein reger Austausch zu Marion Koppel. Gedenkstättenleiterin Sandra Franz besuchte sie sogar schon in England.
Wir freuen uns sehr über die schönen Eindrücke der Tea Party.





















2025 muss die Villa Merländer wegen Umbauarbeiten für einige Monate schließen. Ab sofort ist das Haus für den Besuchsverkehr nicht zugänglich. Über den Termin der Neueröffnung informieren wir zeitnah. Mehr Infos zur neuen Ausstellung gibt es hier.