Wann

17/06/2021    
19:00 - 21:00

Wo

Villa Merländer
Friedrich-Ebert-Straße 42, Krefeld, NRW, 47799

Veranstaltungstyp

Karte nicht verfügbar

Vortrag und Lesung im Garten der Villa Merländer

Der Wald von Rumbula bei Riga, der Hauptstadt Lettlands, war im Winter 1941 Schauplatz eines der größten Verbrechen der Nationalsozialisten in der besetzten Sowjetunion. In nur zwei Nächten wurden hier über 27000 Kinder, Frauen und Männer grausam ermordet. Die Täter trieben die Menschen aus dem Ghetto in Riga in den Wald, zwangen sie, sich zu entkleiden und erschossen sie an vorbereiteten Gruben. Nur sechs Menschen überlebten, unter ihnen Frida Michelson. Wie sie der Massenerschießung entkam und anschließend unter schwierigsten Bedingungen an immer neuen Verstecken überlebte, schrieb sie nach dem Krieg nieder. Ihr Bericht diente bereits in den Nürnberger Prozessen als Beweismaterial, doch es dauerte Jahre, bis dieses einzigartige Dokument einer breiteren Leserschaft zugänglich wurde.

Eine Lesung mit anschließender Diskussion widmet sich der Biographie, die 2020 erstmals auf deutsch erschien. Frida Michelsons Bericht ist nicht nur ein einzigartiges Dokument über den „vergessenen Holocaust“ in Osteuropa. Er ist Ausdruck von Verzweiflung, Mut und dem Willen, zu überleben, um Zeugnis abzulegen.

Paula Oppermann ist Historikerin an der Universität Glasgow und forscht zur Geschichte und Gedächtsnisgeschichte des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust in Lettland. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie auch in der historischen Bildungsarbeit tätig, u.a. im Dokumentationszentrum Toppgraphie des Terrors in Berlin. Im Buch von Frida Michelson findet sich eine historischer Überblick von ihr.

Yana Robin la Baume studierte Schauspiel an der HfMdK Stuttgart und war anschließend fünf Jahre am Staatstheater Darmstadt engagiert. Seit 2019 lebt sie als freischaffende Schauspielerin in Hamburg, ist Gast am Theater Münster, in unterschiedlichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und arbeitet als Dozentin für Schauspiel.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, das Haus freut sich über Spenden. Voranmeldung unter ns-doku@krefeld.de

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