Die Krefelder Familie Thorbecke und ihre Freundschaft zur Holocaust Überlebenden Inge Maerowitz
Auf dem Foto zu sehen: Inge Maerowitz und Caroline Thorbecke im November 2021 in den USA.
Das Team der NS-Dokumentationsstelle freut sich immer besonders, wenn Erinnerungsarbeit persönlich und mit tiefer Überzeugung getragen wird. Die Krefelder Familie Thorbecke hat sich an uns gewandt, weil eine Freundschaft zwischen ihnen und einer amerikanischen Familie entstanden ist, deren Großmutter 1939 aus Deutschland in die USA floh, weil sie in ihrer Heimatstadt Würzburg als jüdisch verfolgt wurde. Inge Maerowitz ist am 28.11.2025 im Alter von 95 Jahren in Wilton, Connecticut/USA verstorben.
Familie Thorbecke erzählte uns diese Geschichte im Rahmen einer Spende, die sie unserem Förderverein zukommen ließ – wir danken sehr für die Unterstützung unserer Arbeit. Zu den Beweggründen für die Spende schrieb die Familie uns folgendes:
„Caroline und Ruby (Enkeltochter von Inge Maerowitz) haben sich 2016 in einem Sommercamp in den USA kennengelernt.Daraus ist eine enge Freundschaft zwischen beiden Familien entstanden. Caroline und ich waren bei der Bad Mizwa von Ruby in den USA. Ruby und Caroline haben gegenseitig einen Schüleraustausch jeweils bei den Familien der Kinder gemacht. Ruby in Krefeld bei uns und Caroline in Ridgefield/USA.
Wir – die Eltern – haben uns schon mehrfach besucht und so auch Inge kennengelernt. Inge ist mit ihrer Familie Anfang 1939 in die USA ausgewandert. Wir als Familie Thorbecke möchten gerne Inge Maerowitz gedenken. Da uns die Familie in den USA keine spezielle Stelle für eine Spende genannt hat, dachten wir, es wäre schön, die Villa Merländer zu nehmen. Wir finden die Arbeit der Villa hervorragend und unglaublich wichtig, gerade in diesen Zeiten. Wir – die Familien Thorbecke und Maerowitz sind doch ein gutes Beispiel dafür, dass man freundschaftlich verbunden sein kann, egal, welcher Religion man angehört.“
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